3 schnelle Bärlauch-Rezepte
Über den gratis Vitaminlieferanten Bärlauch, der in unseren Auen und Wäldern wächst und was man damit kochen kann.
Als Kind habe ich nicht nur den Bärlauch am Butterbrot geschätzt, sondern ihn auch beim Pflücken mit meinen Geschwistern zusammengeknüllt und in (leere) Schneckenhäuser gestopft. Ich hatte ja keine Ahnung, dass diese tolle Gourmetidee in sämtlichen Restaurants (nicht nur in Paris) tatsächlich praktiziert wird. Nur waren meine Schneckenhäuser meist doch leer und dass ich später direkt Gefallen an dem (Bärlauch-)Geschmack von Weinbergschnecken gefunden habe, teile ich wohl mit wenigen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, am allerwenigsten mit meinem Mann. (Mit nicht ganz perfektem Französisch muss man in Paris übrigens aufpassen, statt gewünschten 6 Stück Schnecken, nicht 6 mal 6 Stück Schnecken zu bestellen, aber das ist eine andere Geschichte.)

Der Bärlauch ist da - gratis Vitaminlieferant in unseren Auen und Wäldern.
Wenn also besagter Schweinehund endlich überwunden ist, kann man mit diesem wilden Knoblauch für einige Tage, und mit Pesto mit richtig schön viel gutem Olivenöl und ordentlich Salz, für das ganze Jahr frischen Pepp in die Küche bringen. Bärlauchcremesuppe, Bärlauchrisotto, Bärlauch-Erdäpfelstampf (Rezepte siehe unten), Bärlauchnudeln, Bärlauchpalatschinken und Frittaten – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Frischen Bärlauch sammeln und mit Butter und Bauernbrot zur Jause genießen.
1. An einem Arbeitstag am besten gar nicht essen ;-)
Bärlauch (Allium ursinum) – und hier sehen wir, dass der Bär sogar im lateinischen Namen schon vorkommt - regt unseren Stoffwechsel an, stärkt das Immunsystem und lindert Bluthochdruck. Auch die Germanen und Kelten schätzten diesen ersten Frühlingsboten, zumal er in Mengen vorkommt, dass auch der hungrige Braunbär nach seinem Winterschlaf genug davon bekam.

Zutaten für ca. 4 Personen:
Zubereitung:
Zutaten für 4 Personen:
Zubereitung:
Zutaten für 1 Person:
Zubereitung:
Mehr zu Kulinarik & Genuss im Schloss >>
Fotocredits:
Bärlauch Brot und Bärlauch auf Holz: Sandra Grafeneder
Bärlauch Emmerrisotto: Johanna Meinschad
alle anderen Fotos: Schlosshotel Eisenstrasse
Als Kind habe ich nicht nur den Bärlauch am Butterbrot geschätzt, sondern ihn auch beim Pflücken mit meinen Geschwistern zusammengeknüllt und in (leere) Schneckenhäuser gestopft. Ich hatte ja keine Ahnung, dass diese tolle Gourmetidee in sämtlichen Restaurants (nicht nur in Paris) tatsächlich praktiziert wird. Nur waren meine Schneckenhäuser meist doch leer und dass ich später direkt Gefallen an dem (Bärlauch-)Geschmack von Weinbergschnecken gefunden habe, teile ich wohl mit wenigen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, am allerwenigsten mit meinem Mann. (Mit nicht ganz perfektem Französisch muss man in Paris übrigens aufpassen, statt gewünschten 6 Stück Schnecken, nicht 6 mal 6 Stück Schnecken zu bestellen, aber das ist eine andere Geschichte.)
Der Bärlauch ist da - gratis Vitaminlieferant in unseren Auen und Wäldern.
Wo bekommt man Bärlauch?
Am Land ist die Sache mit dem Bärlauch jedenfalls kinderleicht (sofern man seinen Schweinehund besiegt, und sich in die nächste Au oder den nächsten Wald aufmacht, wo er zuhauf vorkommt). Ich denke nur zurück an meine Studienzeit in Wien, wo sich einige Kolleginnen und Kollegen oft von der Straßenbahnbeginnstation (meist Schottentor) bis zur Endstation (Perchtoldsdorf oder Ähnliches – und wer sich auskennt, weiß, dass das richtig weit draußen ist) aufmachten und aus dem kurzen Bärlauchpflücken ein Tagesausflug wurde. Das Schloss Perchtoldsdorf und der wunderschöne Park rundherum sind aber übrigens ohnehin eine kleine Reise wert!
Wenn also besagter Schweinehund endlich überwunden ist, kann man mit diesem wilden Knoblauch für einige Tage, und mit Pesto mit richtig schön viel gutem Olivenöl und ordentlich Salz, für das ganze Jahr frischen Pepp in die Küche bringen. Bärlauchcremesuppe, Bärlauchrisotto, Bärlauch-Erdäpfelstampf (Rezepte siehe unten), Bärlauchnudeln, Bärlauchpalatschinken und Frittaten – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Frischen Bärlauch sammeln und mit Butter und Bauernbrot zur Jause genießen.
Mein Tipp für den unvermeidbar beständigen Bärlauchgeschmack im Mund:
1. An einem Arbeitstag am besten gar nicht essen ;-)
2. Falls erster Tipp nicht beherzigt wurde: Kaffee und Schokolade in rauen Mengen (ja, auch in der Fastenzeit) helfen am besten, nicht schon aus kurzer Distanz als Bärlauchtiger erkannt zu werden.
Bärlauch (Allium ursinum) – und hier sehen wir, dass der Bär sogar im lateinischen Namen schon vorkommt - regt unseren Stoffwechsel an, stärkt das Immunsystem und lindert Bluthochdruck. Auch die Germanen und Kelten schätzten diesen ersten Frühlingsboten, zumal er in Mengen vorkommt, dass auch der hungrige Braunbär nach seinem Winterschlaf genug davon bekam.
Hier unsere liebsten Bärlauch-Rezepte zum Nachkochen:
Cremesuppe vom Bärlauch
Zutaten für ca. 4 Personen:
- 1 l Gemüsebrühe
- 100 g Erdäpfel (geschält)
- 10 g Zwiebel
- 1 EL Weißwein
- 0.1 l Obers
- 50 g Creme Fraiche
- 50 g Butter
- ½ EL Salz
- 1 TL Muskatnuss (gerieben)
- 100 g Bärlauch
- Pfeffer
Zubereitung:
Zwiebel julienne schneiden, in Butter goldgelb anschwitzen. Die Erdäpfel hinzufügen und leicht mitrösten. Mit Weißwein ablöschen. Danach Gemüsebrühe, Obers, Creme Fraiche und Gewürze hinzufügen. Das ganze aufkochen lassen. Erst zum Schluss den Bärlauch hinzufügen, somit kann er frisch und voller Kraft in die Suppe einwirken. Mit einem Pürierstab mixen und servieren.
Rezept Bärlauchcremesuppe >>

Rezept Bärlauchcremesuppe >>
Emmerrisotto mit Bärlauch und Asmonte
Zutaten für 4 Personen:
- 150 g Bärlauch
- 80 g Zwiebeln
- 60 g Butter
- 200 g Emmerreis (bekommt man z.B. regional von Farthofer)
- 40 ml Birnenmost
- 800 ml Gemüsebrühe
- 30 g Asmonte
- Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Bärlauch waschen und abtropfen lassen. Größere Blätter fein schneiden. Zwiebeln schälen und klein schneiden. Zwiebeln und Bärlauch in 1/10 von der Butter anschwitzen. Emmerreis einrühren, mit Wein ablöschen. Heiße Suppe unter Rühren nach und nach zugießen, Emmerreis bei milder Hitze bissfest köcheln (gesamt ca. 15 Minuten). Käse und übrige Butter ins Risotto rühren. Risotto anrichten und mit den Bärlauch garnieren.
Rezept Bärlauch-Emmerrisotto >>
Gebratene Hühnerbrust mit Bärlauch–Erdäpfelstampf und Röstgemüse
Zutaten für 1 Person:
- 250 g Hühnerbrust
- 150 g Erdäpfel
- 10 g Butter
- 50 g Bärlauch (fein geschnitten)
- 1 TL Muskatnuss (gerieben)
- 10 g Zucchini
- 20 g Paprika
- 35 g Kirschparadeiser
- Salz, Thymian
- 100 ml Öl (zum Braten)
Zubereitung:
Als erstes die Erdäpfel waschen und gar kochen. Danach schälen, in eine Casserole geben und Butter, Bärlauch, Salz und Muskatnuss untermengen. Mit einem Stampfer zerstampfen. In einer Pfanne die Hühnerbrust auf der oberen und unteren Seite anbraten. Salzen und mit einem Deckel fertig garen lassen bis es durch ist. Die Zucchini, Paprika und Kirschparadeiser in Form schneiden, mit Öl anbraten und abschließend mit Salz und Thymian würzen.
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Fotocredits:
Bärlauch Brot und Bärlauch auf Holz: Sandra Grafeneder
Bärlauch Emmerrisotto: Johanna Meinschad
alle anderen Fotos: Schlosshotel Eisenstrasse